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Weiterbildung – wie ich sie will

Ausstellung Frohe Ostern: 100 Jahre SMS auf Postkarten

Frohe Ostern: Wie der Hase Eier legt
100 Jahre SMS auf Bromsilberpostkarten

Die Ausstellung reflektiert die Kunst der kurzen Nachricht anhand der Fotopostkarte, die zwischen 1895 und 1920 das darstellte, was heute SMS und MMS sind, nämlich die Kopplung eines (vorgefertigten) Bildes mit einer persönlichen Mitteilung. Diese Bromsilberpostkarten wurden verschickt zu entsprechenden Ereignissen des Jahreslaufs (Neujahr, Ostern, Weihnachten) oder des Lebenslaufs (Schulanfang, Geburtstag, erste Liebe, Tod). Als Betextungen kommen Redewendungen und Gedichtzeilen vor, die bereits einen Hinweis auf einen kommunikativen Austausch zwischen zwei sich bekannten Personen geben (Gruss, Wunsch, Treffen, Fest). Passend zur christlichen Fastenzeit liegt der Schwerpunkt auf Ostern. Tatsache ist, dass in den Bromsilberpostkarten praktisch keine christlichen Ostermotive wie der Tod oder die Auferstehung vorkommen. Mit überaus hohem und kreativem Aufwand ist ein geschönter (bäuerlicher) Alltag inszeniert, der auf ein harmonisches, nichtreligiöses Gesellschaftsbild verweist. Dazu gehören die auf den Postkarten kanonisierten Motive rund um die (erste) Liebe.

Sofern man die alten Handschriften auf den originalen, als Kitsch verunglimpften Postkarten zu lesen imstande ist, öffnet sich eine Welt der frühen Massenkommunikation, die so weit weg von unserer Handy-Zeit nicht ist; ein Leben ohne kurze Mitteilungen war auch vor hundert Jahren unvorstellbar.

Vernissage: Donnerstag, 11. März 2010, 18.00 Uhr
Einführung: Fritz Franz Vogel, Fotohistoriker


Galerie EB Zürich
12. März bis 30. April 2010
Montag bis Freitag 8.00–21.00 Uhr, Samstag 8.00–16.00 Uhr

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